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Probieren vor dem Studieren: Schnupperstudium Zahnmedizin bietet Einblicke in spätere Praxis

Die meisten Menschen kennen den Beruf des Zahnarztes oder der Zahnärztin nur aus der Patientenperspektive. Doch reicht das eigene manuelle Geschick wirklich aus, um mit dem Bohrer und Absauger in der engen Mundhöhle präzise zu arbeiten? Wie fühlt es sich auf der anderen Seite des Bohrers an? Entspricht ein zahnmedizinisches Studium tatsächlich den eigenen Vorstellungen? Das Schnupperstudium hilft, diese Fragen zu klären.

50 Studieninteressierte aus ganz Deutschland haben zwei Tage lang die Möglichkeit, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen und sich in praktischen Übungseinheiten auszuprobieren. Sie bekommen Einblicke in die speziellen Angebote der Universität, wie zum Beispiel in das interdisziplinäre Studium fundamentale. Darüber hinaus können sich die Teilnehmer mit Professoren und Oberärzten der Zahnklinik und der Forschungslabore austauschen. Engagierte Zahnmedizinstudierende aus verschiedenen Semestern betreuen das Schnupperstudium und stehen mit Rat und Tat zur Seite, um alle Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Der Höhepunkt des zweitägigen Studiums auf Probe ist die mehrstündige Praxisübung am Phantomkopf. Die Teilnehmer probieren ihre Fingerfertigkeit aus, um zu bohren, füllen und zu präparieren. Für diesen Selbsttest steht den Schnupperstudierenden das Übungsmodell mit Gebiss als geduldiger und schmerzfreier Testpatient zur Verfügung.

„Das ist schon ein straffes Programm, doch wenn man sich darauf einlässt, kann man herausfinden, wie ein Studium hier ablaufen würde.“ Elias Hashimi, 21, hat vergangenes Semester am Schnupperstudium teilgenommen und ein sehr offenes, familiäres Klima erlebt, das viele Freiheiten ermöglicht. „Die Professoren, mit denen ich ins Gespräch kam, waren sehr offen und hilfsbereit. Der Mensch steht an erster Stelle.“

50 begehrte Teilnehmerplätze vergibt die Universität Witten/Herdecke in einem Auswahlverfahren an alle interessierten Schüler und Quereinsteiger. Zehn Plätze werden für Bildungspioniere als Stipendien zur Verfügung stehen. „Bildungspioniere sind für uns Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren“, erläutert Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. „Damit möchten wir die gewünschte Heterogenität bei der Schnupperveranstaltung und auch später im Studium sicherstellen.“.

Die Kosten (inkl. Verpflegung, Unterbringung und Materialkosten) betragen 475 Euro.

Interessierte können sich bis zum 28. Februar 2019 auf der Webseite unter www.uni-wh.de/schnupperstudium für die Teilnahme am Schnupperstudium Zahnmedizin bewerben.

14.02.2019 DGA | Quelle: Universität Witten/Herdecke (idw)

Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nicht ohne Nutzenbewertung

Anlässlich des jüngsten Vorstoßes des Bundesministers für Gesundheit mahnt der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Wolfgang Eßer, Maßstäbe der Methodenbewertung nicht grundsätzlich aufzuweichen und vielmehr die Kompetenz für die Bewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in den Händen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu belassen.

Der Minister hatte am 10. Januar vorgeschlagen, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zu ermächtigen, durch Rechtsverordnung Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in die Versorgung aufzunehmen - und zwar unabhängig davon, ob sich der G-BA bereits mit der betreffenden Methode befasst hat. Auslöser sind die Beratungen über die Liposuktion bei Lipödemen, deren Nutzen der G-BA als noch nicht belegt ansieht und daher eine Erprobungsstudie auf den Weg gebracht hat.

„Wir erachten es als außerordentlich unglücklich, dass ausgehend von einem Einzelfall grundlegende Prinzipien der Selbstverwaltung und der evidenzbasierten Medizin aufgeweicht werden sollen“, sagte Eßer. Mit der Verlagerung der Kompetenz zur Festlegung neuer Leistungen auf das BMG, ohne dass das Ministerium Evidenzgrundlagen und das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten muss, würden grundlegende Prinzipien des Leistungsrechts ausgehebelt und damit das Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung gefährdet. „Auch ist der Vorstoß nicht geeignet, eine Debatte über Strukturen und Legitimation des G-BA zu führen. Kritik an langen Beratungsdauern und an Inhalten der Entscheidung des G-BA kann legitim sein.  Jedoch sollte deshalb nicht gleich das gesamte System in Frage gestellt werden.“

Zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder

Obwohl Karieserkrankungen in Deutschland insgesamt zurückgegangen sind, gilt die frühkindliche Karies als häufigste chronische Krankheit im Vorschulalter. Immer wieder kommt es vor, dass kleinen Kindern unter Vollnarkose von Karies stark befallene Milchzähne entfernt werden müssen. Die Vermeidung frühkindlicher Karies ist daher seit vielen Jahren ein erklärtes Ziel der Zahnärzteschaft.

Dank einer gestern gefallenen Entscheidung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) werden ab 1. Juli 2019 neue Positionen in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen. Dann haben Eltern mit Kindern ab dem 6. Lebensmonat Anspruch auf 3 zusätzliche zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Zuvor war der Zahnarztbesuch gesetzlich versicherter Eltern mit ihren Kindern erst ab dem 30. Lebensmonat vorgesehen. Die neuen Leistungen beinhalten nicht nur die Untersuchung der Kinder, sondern auch das Auftragen von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung 2-mal je Kalenderhalbjahr. Eingeschlossen sind zudem aufklärende und beratende Gespräche mit den Eltern, beispielsweise zu Ursachen von Erkrankungen im Mund und zur richtigen Mundhygiene.
Freude über erfolgreiches Engagement „Es war ein langer, viele Jahre dauernder Weg bis zu dieser erfreulichen Entscheidung. Endlich sind unsere nicht nachlassenden Bemühungen zur Vermeidung frühkindlicher Karies von Erfolg gekrönt“, sagt Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen. „Die Primär-Prophylaxe ist ein wichtiger Schritt, um vor allem Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko zu erkennen und ihnen bereits helfen zu können, bevor die ersten deutlichen Anzeichen einer beginnenden Karies für jeden sichtbar sind. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet Patientenvertreter die Sinnhaftigkeit der neuen Früherkennungsuntersuchungen in Frage stellen. Die aktuelle Entscheidung des G-BA wird die Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Zahnärzten nicht erschweren, sondern unterstützen. Kinderärzte werden ihren kleinen Patienten auch weiterhin in den Mund schauen und die Eltern bei Auffälligkeiten an den Zahnarzt verweisen. Besuche beim Kinderarzt und Besuche beim Zahnarzt schließen sich doch nicht aus – sie ergänzen sich. Wir hoffen, dass die Eltern die neuen Möglichkeiten nutzen und frühzeitig mit ihrem Kind beim Zahnarzt vorbeischauen.“

Immer aktuelle Gesundheitskarte verwenden

Ihre Krankenkasse hat Ihnen eine neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) zugeschickt? Dann ist es wichtig, die alte Karte zu entsorgen und ab sofort nur noch die zuletzt zugeschickte zu verwenden.

Seit Januar 2019 gelten ausschließlich die elektronischen Gesundheitskarten der zweiten Generation. Erkennbar sind diese am Aufdruck „G2“ oder „G2.1.“, welcher sich auf der Vorderseite der elektronischen Gesundheitskarte oben rechts befindet.

Dr. Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen, unterstreicht: „Um Probleme zu vermeiden, prüft man am besten vor dem nächsten Zahnarzttermin, ob die aktuelle Gesundheitskarte über diesen Aufdruck verfügt. Denn parallel zur Fortentwicklung der Karten für neue Anwendungen und Verfahren sind auch die Zahnarztpraxen zur Anschaffung aktueller Technik verpflichtet. Die neue technische Ausstattung kann ältere Gesundheitskarten nicht mehr erkennen, unabhängig davon, welches Gültigkeitsdatum auf diesen aufgedruckt ist.“ Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung keine gültige Karte oder ein anderer, gültiger Anspruchsnachweis vorgelegt wird, ist der Zahnarzt berechtigt, eine Privatrechnung zu stellen.

Weitere Informationen bekommen gesetzlich versicherte Patienten von ihrer Krankenkasse oder auf den Internetseiten www.deine-gesundheitskarte.de und www.gematik.de.



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Endodontie oder auch Endodontologie ist die Teilwissenschaft der Zahnheilkunde, welche sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie der Erkrankungen des Zahnmarkes beschäftigt. Die häufigste Therapieform der Endodontie ist die Wurzelkanalbehandlung. Falls der Zahnschmelz beschädigt wird, z.B. durch Karies oder einen Unfall, kann dies eine bakterielle Entzündung des innenliegenden Zahnnervs nach sich ziehen. Durch die Wurzelkanalbehandlung werden die Gewebereste des infizierten Nervs sowie die aktiven Keime aus dem Wurzelkanalsystem entfernt. Anschließend wird der betroffene Zahn versiegelt, um einen erneuten Befall zu verhindern. Die Endodontie gibt es schon sehr lange und hat sich in der Zahnheilkunde fest etabliert.





GTR heißt übersetzt "gesteuerte Geweberegeneration". Diese findet hauptsächlich in der Zahnmedizin Verwendung. GTR bewirkt die Neubildung von Zellen in der Umgebung der Zahnwurzel und stellt eine elastische Zahn-Kiefer-Verbindung wieder her.




Lehre vom Einpflanzen körperfremder Materialien zum Ersatz verloren gegangener Organfunktionen mit dem Ziel der gewebeverträglichen Einheilung.




Die Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat bzw. von den Zahnbetterkrankungen. Der Begriff der Parodontologie leitet sich her von "parodontal" = den Zahnhalteapparat (Parodontium) betreffend und "logie" = Lehre. Die Parodontologie beschäftigt sich sowohl mit den Erkrankungen des Zahnhalteapparates als auch oder vor allem der Prävention solcher Erkrankungen. Die am häufigsten auftretende Erkrankung des Zahnhalteapparates ist die Parodontitis, eine durch Bakterien des Zahnbelags ausgelöste Entzündung. Eine Früherkennung solcher Erkrankungen im Rahmen der Parodontologie ist äußerst wichtig, da Parodontitis ab dem 40. Lebensjahr der häufigste Grund für Zahnverluste ist. Die Parodontologie kennt Therapien, die den Krankheitsverlauf abbremsen und damit Zähne erhalten können.




Zähne werden durch chemische Prozesse mit zunehmendem Alter dunkler. Mit Hilfe geeigneter Chemikalien (meist starke Oxidationsmittel) kann dieser Prozess umgekehrt werden. Die Behandlung sollte unter zahnärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Bleichmittel für den Hausgebrauch sind mit äußerster Skepsis zu betrachten: bei falscher Anwendung kann mehr Schaden als Nutzen entstehen!




Verblendschalen aus Keramik für die sichtbaren Zahnflächen in vorderen Bereich. Sie werden mit moderner Klebetechnik, die man auch als Adhäsionstechnik bezeichnet, an der Zahnhartsubstanz befestigt, nachdem diese gereinigt und nur minimal abgeschliffen wurden. Veneers können in einigen Bereichen die Anfertigung einer Krone ersetzen und werden aufgrund der positiven Langzeitresultate als wissenschaftlich anerkannte Therapieform bezeichnet.




Allgemeinanästhesie: Funktionshemmung des zentralen Nervensystems durch Medikamente, um für operative Eingriffe eine Bewusst- und Schmerzlosigkeit herbeizuführen.



Röntgen ist das Durchstrahlen eines Körpers mit Röntgenstrahlen und die Aufzeichnung der entstandenen bildlichen Darstellung auf einem Bildschirm oder geeignetem Filmmaterial. Hauptsächlich werden hierbei Knochen durchleuchtet, mit neuen Geräten auch Organe. Das zu röntgende Gewebe wird zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm platziert, wobei die Strahlen, die von der Röhre ausgesendet werden, den Film - je nach Dichte des durchstrahlten Gewebes - unterschiedlich stark schwärzen. Daraus ergibt sich ein Röntgenbild, das auch auf einem Fernsehmonitor dargestellt werden kann. Die Einheit für Röntgendosis heißt Gray.




Behandlung eines komplett zahnlosen Patienten mit so genannten Totalprothesen.